{"id":32,"date":"2010-07-22T18:12:01","date_gmt":"2010-07-22T18:12:01","guid":{"rendered":"http:\/\/www.freisegeln.de\/?p=32"},"modified":"2010-07-27T16:50:42","modified_gmt":"2010-07-27T16:50:42","slug":"32","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.freisegeln.de\/?p=32","title":{"rendered":"14.07.10 &#8211; 22.07.10"},"content":{"rendered":"<p>Tag 4 Faaborg<br \/>\nDer Weg nach Faaborg sollte uns ein paar kleinere Lektionen bringen. Zun\u00e4chst schlief der Wind kurz nach dem Auslaufen ein. Trotzdem wollten wir den Motor nicht starten. Dies hatte aber nur zur Folge, dass wir nicht gen\u00fcgend Fahrt hatten, um gegen den Strom im Svendborgsund anzukommen. Nachdem wir einige Zeit gehofft hatten, doch noch im Zeitlupentempo unter der Svendborgsundbr\u00fccke durchzukommen, gaben wir dann doch auf und lie\u00dfen den Diesel zu Ehren kommen.<br \/>\nEndlich wieder in freierem Wasser setzten wir die Segel. Dieses Man\u00f6ver sollte mir wieder ins Bewu\u00dftsein rufen, wie wichtig es ist, alle losen Gegenst\u00e4nde festzubinden oder wegzupacken. Das Vorsegel schlug mir meine M\u00fctze vom Kopf, was ich mit einem gewissen Bedauern hinnehmen musste. Kleines Opfer an Neptun&#8230;<br \/>\nVielleicht war es genau dieses Opfer, dessen es bedurfte, uns guten Wind zu bescheren und so segelten wir bei sch\u00f6nstem Wetter und herrlichem Wind alles aus der guten alten Hanna heraus, was sie zu geben bereit war.<\/p>\n<p>In Faaborg angekommen nutzten wir unseren Landgang auch zum Proviant fassen &#8211; und ich konnte mir eine neue M\u00fctze zulegen. Ohne Kappe ist die Sonne doch nur sehr schwer zu ertragen. \ud83d\ude09<\/p>\n<p>Tag 5 Assens<br \/>\nHier erfuhr ich das erste Mal in aller Deutlichkeit, dass nicht alle Segler besonnene und freundliche Menschen sind. Mein erstes Anlegeman\u00f6ver wollte nicht sofort gelingen. Also drehte ich eine Runde in der Boxengasse, um besser zu einem neuen Anlegeman\u00f6ver ansetzen zu k\u00f6nnen. Ich sah noch, da\u00df ein weiteres Boot in die selbe Boxengasse einbog, doch es blieb hinter mir. Normalerweise kein Problem. Zumal wirklich genug Platz f\u00fcr uns beide war.<br \/>\nAlso setzte ich wieder an, r\u00fcckw\u00e4rts in die Box zu fahren. Kaum hatte ich den R\u00fcckw\u00e4rtsgang eingelegt, sah ich das zweite Boot so hinter mir einscheren, dass es mir den Weg abschnitt. Mir blieb die Spucke weg. Und nicht nur mir. Der andere Segler hatte sich mit diesem Man\u00f6ver bei allen umliegenden m\u00fchelos unbeliebt gemacht, wie ich sp\u00e4ter erfuhr. Nachdem das Boot in seiner Box lag, konnten wir in aller Seelenruhe unser Man\u00f6ver durchf\u00fchren. Stress um nichts&#8230;<\/p>\n<p>Nach einem Rundgang durch Assens bereiteten wir das Abendessen vor und lie\u00dfen es uns mal wieder gut gehen.<\/p>\n<p>Tag 6\u00a0 und 7 Kolding<br \/>\nAm Ende des Koldingfjord liegt Kolding; geografisch irgendwie auch ein bisschen der Ausdruck f\u00fcr das Ende der gemeinsamen Fahrt mit der Undine und ihrer Besatzung. Au\u00dferdem sollte uns Eric &#8222;abhanden&#8220; kommen. Nicht nur, da\u00df wir dann auf einen erfahrenen Segler und leidenschaftlichen Koch verzichten mu\u00dften; Susy musste ihren Freund und wir alle ein tolles Crewmitglied verabschieden.<br \/>\nIn Kolding blieben wir einen weiteren Tag, an dem wir Klarschiff machten, unsere Klamotten wuschen und die Fahrtroute f\u00fcr die folgende Woche planten.<\/p>\n<p>Tag 8 Aaroesund<br \/>\nV\u00f6llig entspannt machten wir uns auf den Weg nach Aaroesund, das wir als Alternative zum urspr\u00fcnglichen Ziel Aaroe ins Auge gefasst hatten. Dort erschien uns der Hafen jedoch etwas zu flach. Unsere Entscheidung sollten wir nicht bereuen, soweit es die landschaftliche Situation betraf. \u00dcber die sanit\u00e4re Versorgung l\u00e4\u00dft sich positiverweise sagen, dass der Hafen wohl v\u00f6llig \u00fcberlaufen w\u00e4re, wenn der Service besser gestaltet werden w\u00fcrde. \ud83d\ude09<\/p>\n<p>Tag 9 Dyvig<br \/>\nDer wohl sch\u00f6nste Hafen von allen auf unserem T\u00f6rn d\u00fcrfte Dyvig sein. Zwar ist die sanit\u00e4re Ausstattung hier nicht gerade Spitzenklasse und die Versorgung mit Lebensmitteln wird nur durch ein kleines, vom Hafenmeister gef\u00fchrtes Kiosk gedeckt. Aber das gesamte Ambiente des Hafens und seiner Umgebung ist geradezu paradiesisch. Hier kann man einfach wunderbar entspannen.<\/p>\n<p>Tag 10 Soeby<br \/>\nWir hatten im Bewusstsein, eine lange Strecke vor und zu haben, Soeby als Ziel gew\u00e4hlt. Von dort aus sollte Heiligenhafen sicher p\u00fcnktlich erreichbar sein. F\u00fcr den Notfall hatten wir uns Fynshav als Ausweichhafen ausgesucht. Doch angesichts des wunderbaren Wetters entschieden wir uns, die Fahrt nicht zu verk\u00fcrzen. Dies bescherte uns die wohl l\u00e4ngste Etappe des gesamten T\u00f6rns. Die Strecke von rund 33 Meilen bew\u00e4ltigten wir in rund 8,5 Stunden. Auch wenn das Skippern Spa\u00df macht &#8211; ohne echte Pause ist das harte Arbeit. Dementsprechend m\u00fcde war iach dann auch, nachdem wir endlich angelegt hatten. Der Hafen war allerdings schon so voll, dass wir nur noch im P\u00e4ckchen anlegen konnten. (Und irgendwie erwischen wir im P\u00e4ckchen immer grantelnde Rentner. Bl\u00f6d. ;-))<\/p>\n<p>Tag 11 Marstal<br \/>\nIn Marstal schloss sich der Kreis unserer Reise. Der Weg dorthin f\u00fchrte uns \u00fcber einen &#8222;Highway durch die S\u00fcdsee&#8220;. In der engen Fahrrinne trafen sich gem\u00fctlich vor dem Wind gleitende Segler in Richtung Nordosten mit weniger gem\u00fctlich unter Motor in Richtung S\u00fcden Reisenden.<br \/>\nZum zweiten Mal nach Marstal einlaufen brachte ein bisschen das Gef\u00fchl mit, man k\u00e4me nach Hause. Verst\u00e4rkt wurde dieses Gef\u00fchl durch einen au\u00dferordentlich freundlichen Nachbarn am Steg, der uns ein wenig an Jean Reno in &#8222;Der Profi&#8220; erinnerte. So cool wie dieser war er auch. =)<br \/>\nDa wir nicht all zu sp\u00e4t ankamen, blieb sogar Zeit zum Baden.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.freisegeln.de\/wp-content\/uploads\/2010\/07\/p1010450plantschen.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-37\" title=\"p1010450plantschen\" src=\"https:\/\/www.freisegeln.de\/wp-content\/uploads\/2010\/07\/p1010450plantschen.jpg\" alt=\"\" width=\"800\" height=\"600\" srcset=\"https:\/\/www.freisegeln.de\/wp-content\/uploads\/2010\/07\/p1010450plantschen.jpg 800w, https:\/\/www.freisegeln.de\/wp-content\/uploads\/2010\/07\/p1010450plantschen-300x225.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 800px) 100vw, 800px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Tag 12 Bagenkop<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.freisegeln.de\/wp-content\/uploads\/2010\/07\/p1010478multitasking.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-34\" title=\"p1010478multitasking\" src=\"https:\/\/www.freisegeln.de\/wp-content\/uploads\/2010\/07\/p1010478multitasking.jpg\" alt=\"\" width=\"600\" height=\"800\" srcset=\"https:\/\/www.freisegeln.de\/wp-content\/uploads\/2010\/07\/p1010478multitasking.jpg 600w, https:\/\/www.freisegeln.de\/wp-content\/uploads\/2010\/07\/p1010478multitasking-225x300.jpg 225w\" sizes=\"(max-width: 600px) 100vw, 600px\" \/><\/a>Von Marstal war es wieder ein kleiner Sprung nach Bagenkop, sodass wir sehr fr\u00fch in den Hafen einliefen. So fr\u00fch, dass die meisten Segler den Hafen schon in andere Richtungen verlassen hatten. Wir bef\u00fcrchteten fast, der Hafen w\u00e4re zwangsger\u00e4umt, so leer war es.<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.freisegeln.de\/wp-content\/uploads\/2010\/07\/p1010480backinbagenkopnotbangkok.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-35\" title=\"p1010480backinbagenkop(notbangkok)\" src=\"https:\/\/www.freisegeln.de\/wp-content\/uploads\/2010\/07\/p1010480backinbagenkopnotbangkok.jpg\" alt=\"\" width=\"800\" height=\"600\" srcset=\"https:\/\/www.freisegeln.de\/wp-content\/uploads\/2010\/07\/p1010480backinbagenkopnotbangkok.jpg 800w, https:\/\/www.freisegeln.de\/wp-content\/uploads\/2010\/07\/p1010480backinbagenkopnotbangkok-300x225.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 800px) 100vw, 800px\" \/><\/a><br \/>\nJedenfalls war es wieder einmal sehr erholsam, so viel Zeit zur Entspannung und zum Erledigen anderer wichtiger Dinge zu haben. So musste zum Beispiel ein wenig Kaffee getrunken, Eis gegessen, Pfandwert in (volle) Bierdosen verwandelt und das Logbuch gepflegt werden.<\/p>\n<p>P.S.: Alte Bekannte trifft man hier auch:<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.freisegeln.de\/wp-content\/uploads\/2010\/07\/p1010499hasialwayswithus.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-33\" title=\"p1010499hasialwayswithus\" src=\"https:\/\/www.freisegeln.de\/wp-content\/uploads\/2010\/07\/p1010499hasialwayswithus.jpg\" alt=\"\" width=\"600\" height=\"800\" srcset=\"https:\/\/www.freisegeln.de\/wp-content\/uploads\/2010\/07\/p1010499hasialwayswithus.jpg 600w, https:\/\/www.freisegeln.de\/wp-content\/uploads\/2010\/07\/p1010499hasialwayswithus-225x300.jpg 225w\" sizes=\"(max-width: 600px) 100vw, 600px\" \/><\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Tag 4 Faaborg Der Weg nach Faaborg sollte uns ein paar kleinere Lektionen bringen. 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